Dentalfluorose

 

Was ist das?

Dentalfluorose ist ein irreversibler Zustand, der von übermäßiger Fluoridaufnahme in den zahnformenden Jahren hervorgerufen wird. Die Erkrankung ist charakterisiert durch ein verändertes Aussehen des Zahnschmelzes. Diese Veränderungen können variieren von kaum wahrnehmbaren weißen Punkten bei milder Fluorose bis zu Verfärbungen und Grübchenbildung bei schwereren Formen.

 

Dentalfluorose entsteht ausschließlich, wenn jüngere Kinder über längere Zeit zu viel Fluorid, von welcher Quelle auch immer, konsumieren, während sich die Zähne unter dem Zahnfleisch entwickeln. In Äthiopien leiden Millionen unter dieser verunstaltenden Erkrankung des Zahnschmelzes.

 

"Mein Kind hat Dentalfluorose. Was können wir tun, um den Schaden zu beheben?"

Der Schaden, den Dentalfluorose in der inneren Zahnstruktur verursacht, ist dauerhaft. Es gibt keinen Weg, diesen rückgängig zu machen. Allerdings ist es möglich, den Schaden zu „verbergen“, sprich: die Zahnoberfläche entsprechend zu behandeln, sodass die Verfärbung versteckt wird.

 

Die Behandlungsmöglichkeiten für Fluorose variieren und hängen zum Teil von der Schwere der Erkrankung ab. Einige der gängigeren Behandlungsmethoden sind:

 
  • Abschleifen: Die äußere Schicht des Zahnschmelzes wird fein abgeschliffen. Dies ist ein gängiger Ansatz, wenn die Fluorose nicht stark ausgeprägt ist. Bei schwereren Formen ist Abschleifen allein eher nicht zu empfehlen, da ein hochporöser Zahnschmelz freigelegt werden könnte, der anfällig für Abnutzungserscheinungen ist. 
  • Composite-Aufbau: Der Bereich mit dem zerstörten Zahnschmelz wird zunächst mit rotierenden Instrumenten abgetragen und angeätzt. Anschließend wird Composite (plastische Keramik) in Zahnfarbe auf die Außenseite des Zahnes „geklebt“. 
  • Keramikveneers (Verblendschalen) oder -kronen: Veneers werden als hauchdünne Keramikschalen auf der Zahnoberfläche angebracht. Nach einigen Jahren müssen sie allerdings ausgetauscht werden. Kronen eignen sich besonders, um schwer verfärbte und zerstörte Zähne abzudecken.
 

Bleibt Dentalfluorose unbehandelt, so kann sie bei Kindern im Schulalter zu Peinlichkeiten und in weiterer Folge zu psychologischem Stress und einem angeknacksten Selbstwertgefühl führen. Außerdem gibt es vermehrt Belege, dass Dentalfluorose in fortgeschrittenerem Stadium die Zähne anfälliger für Karies macht.

 

Die Fluorosetherapie mit plastischer Keramik (Composite) ist die Hauptaufgabe in der Sozialarbeit von CIDC. Mittlerweile kommen aus entlegenen Bezirken um Addis Abeba junge Frauen und bitten um die Möglichkeit eines schönen Lächelns. € 15,– pro Zahn x 4 Frontzähne = € 60,– sind die reinen Materialkosten für ein neues strahlendes Lächeln.

 

„Ich liebe mein Lächeln“, „ich bin eine neue Person“ oder einfach Tränen vor Glück sind einige der Reaktionen solcher jungen Frauen.

 

Schenken Sie Glück und Freude für Menschen, die sich solch eine Behandlung nicht leisten können.